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(ms) Der CDU-Ortsverband Volksdorf/Walddörfer hatte am Montag der vergangenen Woche (29. Oktober) zu seiner traditionellen Veranstaltung "Was bewegt Sie in Volksdorf?" eingeladen. Gegen 19:30 Uhr fanden sich daraufhin rund 30 Volksdorfer in der Räucherkate ein. Vor der "Groot Dör" der nach dem Neuaufbau wieder wunderschönen Räucherkate, hatte der Volksdorfer CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Thilo Kleibauer, sowie die Bezirksabgeordneten Franziska Hoppermann (Fachsprecherin im Regionalausschuss Walddörfer) und Claus Thomas Heins (Vorsitzender vom Bauprüfausschuss Walddörfer) Platz genommen.

Im Mittelpunkt des Abends standen aktuelle Themen aus Volksdorf, wie zum Beispiel die Bauplanungen auf bislang städtischen Grundstücken, die Entwicklung im Ortskern und Kürzungen bei bezirklichen Einrichtungen.

Nach einer Begrüßung der Anwesenden durch Thilo Kleibauer ging dieser auch gleich auf die Bebauung in Volksdorf ein. Er wies darauf hin, dass Volksdorf auch schon bisher einen großen Beitrag bei der Schaffung neuer Wohnungen in Hamburg geleistet habe. In den letzten 10 Jahren sei die Zahl der Wohneinheiten um 8% angestiegen (über 600 Wohnungen). "Das ist fast ausschließlich auf die Verdichtung in den vorhandenen Wohngebieten zurückzuführen.", so Kleibauer, und weiter "Neue Bebauungspläne wurden aus guten Gründen nicht in Angriff genommen, obwohl es an mehreren Stellen entsprechende Begehrlichkeiten von Investoren gab.". Daher sei eine Erschließung der umfangreichen Grün- und Freiflächen am Ortsrand überhaupt nicht erforderlich, was vor allem in Hinblick auf schon fest stehende Projekte, wie zum Beispiel das auf dem Gelände des Johannes-Petersen-Heims gelte. Auch wies er darauf hin, dass die Infrastruktur in Volksdorf nicht beliebig erweiterbar sei.

In diesem Zusammenhang kam erwartungsgemäß aus dem Kreise des Publikums die Frage nach dem Stand der Dinge bezüglich der Bebauung am Buchenkamp. Hier konnte Claus Thomas Heins antworten, der als Vorsitzender des Bauprüfausschusses Walddörfer genau informiert ist. Er teilte mit, dass das in Rede stehende Bebauungsvorhaben in der Prioritätenliste noch nicht weiter nach oben gekommen sei. Mit anderen Worte: Nichts Neues bezüglich des von einer Genossenschaft zum Zwecke der Bebauung erworbenen ehemaligen Ferck'schen Landes. Anders sieht es aus an der Ohlendorff'schen Villa, wo voraussichtlich demnächst der Bau von 3 Stadtvillen mit jeweils 5 Wohnungen beginnen wird. Am Johannes-Petersen-Heim wird bereits seit einiger Zeit gebaut und in der Steinreye werden Reihenhäuser entstehen. Auch am Saseler Weg / Klöpperpark ist eine Bebauung geplant (das Volksdorf Journal berichtete).

Ein weiteres Thema, das gleich zwei der anwesenden Bürger zur Sprache brachten, war die gefährliche Verkehrssituation in der Gussau (das Volksdorf Journal berichtete). Erneut wurde darauf hingewiesen, dass dort in einigen Bereichen erheblich zu schnell gefahren wird. Außerdem seien teilweise keine Gehwege vorhanden und dadurch komme es regelmäßig zu äußerst gefährlichen Situationen für die Fußgänger, insbesondere für Kinder. Hierzu ergriff Franziska Hoppermann, die auch Mitglied im Verkehrsausschuss ist, das Wort. "Wichtig ist die Frage, wie kommen die Kinder sicher über die Straße", so Hoppermann. Sie wies darauf hin, dass die Situation bei Politik und Verwaltung durchaus bekannt sei. Einige Mängel seien in letzter Zeit schon abgestellt worden, andere würden folgen. Allerdings wäre eine grundlegende Verbesserung erst mit der endgültigen Herstellung der Bereiche dieser Straße zu erreichen, bei denen dies noch nicht geschehen sei. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird die Gussau einen neuen Deckenüberzug gekommen, was eine Verbesserung der Situation in einigen Bereichen mit sich bringen würde.

Im Zuge der Diskussion um die Verkehrsthemen in Volksdorf kam auch die schwierige Parkplatzsituation zum Sprache. "Ich sehe keine Plätze, wo noch Parkplätze kommen könnten", so Thilo Kleibauer. Claus Heins ergänzte: "Die Wege vom geparkten Fahrzeug zum Laden sind in der Innenstadt meist wesentlich länger. Ich finde, man kommt hier noch gut unter".

Dann ging es mal wieder um die Einbahnstraße am U-Bahnhof Volksdorf. Zur Sprache kam, dass zurzeit die Entwicklung dort ruht, da das Bezirksamt die von Seiten der Politik nach zähem Ringen geplante Öffnung in beide Richtungen bei gleichzeitiger Einrichtung einer Gemeinschaftsstraße nicht weiter verfolgt, da vom Senat beschlossen wurde, das Projekt Gemeinschaftsstraßen in  Hamburg nicht mehr zu fördern (das Volksdorf Journal berichtete). "Meine Einschätzung ist, dass die Fachbehörde das aus ihrer Sicht Richtige macht, aber übersieht, dass ein starker politischer Wille zur Öffnung und Schaffung einer Gemeinschaftsstraße besteht. Ich hoffe, dass das nicht das letzte Wort der Fachbehörde war.", so Franziska Hoppermann.

Schließlich ging es noch um die geplante Privatisierung vom Volksdorfer Haus der Jugend am Ahrensburger Weg. Hoppermann dazu: "Ich finde die Idee, das Haus der Jugend an einen freien Träger zu übergeben, gut. Wichtig ist mir, dass das Angebot aufrechterhalten wird. Unsere Aufgabe wird es in nächster Zeit sein, darauf zu achten, dass Volksdorf nicht zugunsten von Tegelsbarg aufgegeben wird. Wenn man was Tolles machen kann für die Jugendlichen in Volksdorf, bin ich sofort dabei." Ulrich Lopatta (WSV), der sich unter den Gästen des Abends befand, fügte an: "Das Haus der Jugend in Volksdorf hat es verdient einen größeren Einzugsbereich zu haben. Wichtig ist gutes Personal".

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